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Illustration: Eine Person zeigt einem Roboter den Weg zu einer Flagge auf einem Berggipfel – Sinnbild für 'Outcome beschreiben, nicht den Weg'
KI

Der KI den Outcome vorgeben – richtig und unvollständig zugleich

Ein Kollege erinnerte mich diese Woche: Der KI das gewünschte Ergebnis beschreiben, nicht den Weg dorthin. Trotzdem definiere ich für mein Roboter-Projekt weiterhin eigene Leitplanken – und dafür gibt es gute Gründe.

Julian Weyer
Julian Weyer 15. September 2026 · 2 Min. Lesezeit
KI ·KI ·Agentic AI ·2 Min. Lesezeit

Ein Satz hat mich diese Woche zum Nachdenken gebracht. Dr.-Ing. Maurice Preidel, ein befreundeter KI-Experte, hat mich zu Recht daran erinnert: Beschreibe der KI das gewünschte Ergebnis – nicht den Weg dorthin.

Und eigentlich mache ich das oft auch schon genau so. Für mein kleines autonomes Roboter-Engineering-Projekt habe ich mir das sogar als ein Leitbild gesetzt. Trotzdem definiere ich weiterhin bestimmte Leitplanken und Abläufe selbst. Und dafür gibt es gute Gründe – vielschichtiger, als es auf den ersten Blick scheint.

Einer davon: Vertrauen entsteht nicht von allein. In meinem Artikel „KI im Engineering braucht Regeln – und Vertrauen” habe ich es so formuliert:

Verantwortung braucht Verständnis: Welche Daten, Regeln, Kontexte, Prüfungen und Freigaben waren an einem Ergebnis beteiligt?

Anders gesagt: Ich muss der KI nicht jeden technischen Schritt vorschreiben. Aber ich brauche so etwas wie eine “Minimum Viable Governance” – genug Struktur, damit der Prozess nachvollziehbar, überprüfbar und verantwortbar bleibt.

Mit Maurice tausche ich mich dazu bald ausführlicher aus. Ich bin gespannt, wo unsere Perspektiven sich decken – und wo nicht.

Fazit

Der Weg zur KI-Aufgabe muss nicht immer vorgeschrieben sein – aber ganz ohne Leitplanken geht es auch nicht. Es braucht ein Mindestmaß an Struktur, damit Ergebnisse nachvollziehbar und verantwortbar bleiben.